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Osterfreizeit 2018

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23. März, 16 Uhr:

10 Kinder springen vor der Kirche in Mering aufgeregt um uns vier Leiter herum. Sobald sie mit ihrem Gepäck in den Autos verstaut sind geht’s auch schon los. Auf der einstündigen Fahrt nach Kaufbeuren wird schon viel gerätselt: „Was gibt’s zu essen?“, „Wo werden wir schlafen?“ und „Gibt’s denn auch Duschen?“ sind nur ein paar Fragen, die wir die ganze Zeit zu hören bekommen. Na, wir werden sehen…

17:30 Uhr:

Der Schlüssel für die Hütte ist abgeholt und nach verwirrenden Irrfahrten durch den Wald trudeln so langsam alle drei Autos an der Hütte ein. Und gleich der erste Schock: Die sanitären Anlagen der Hütte beschränken sich auf ein stinkendes Dixi-Klo. Sogleich werden Wetten abgeschlossen, wer es länger schafft, dieses nicht besuchen zu müssen. Da sind die Jungs klar im Vorteil…
In der Hütte wartet dann die nächste Überraschung: kein Strom und kein fließendes Wasser. Und schon machen die Wasserkanister Sinn, die vorher eifrig vom Auto zur Hütte geschleppt wurden. Durch Solarzellen auf dem Dach haben wir dann zum Glück doch noch Licht, als es so langsam dunkel wird. Gott sei Dank ist es wegen der Gasheizung auch kuschelig warm in der Hütte. Auch ’nen Gasherd gibt’s und auf dem wird auch gleich schon mal mit dem Kochen der Schinkennudeln begonnen. Unter dem Dach beginnen die ersten Streitereien. „Ich will in der Ecke schlafen!“ „Nein, ich! Sonst tretet ihr alle auf mich drauf“ und „Ich will nicht neben dir liegen! Du schnarchst immer so“.
Als jegliche Schlafsituationen geklärt sind, geht es raus, die Umgebung erkunden.

18:30 Uhr:

Es gibt Essen. 14 hungrige Menschen sitzen in der Hütte an den Tischen. Noch schnell ein kleines Lied und schon geht das Gemampfe los. Doch es kann alles gar nicht schnell genug gehen. Sobald die Teller leer sind soll’s auch schon weiter gehen. Während gespült, die Küche geputzt und Holz gesammelt wird, beginnen die Kinder, sich Gruselgeschichten zu erzählen. Als dann endlich auch das kleine Lagerfeuer angezündet wird und ein paar Lieder gesungen werden, rücken alle ganz dicht ans Feuer, um sich vor den bösen Wesen aus den Horrorgeschichten zu schützen. Wegen der Kälte werden wir immer weniger am Feuer. Aus dem Schlafraum hört man Getuschel und Lachen.

22:00 Uhr:

Nun beginnt auch für das letzte Kind die Nachtruhe. Nach ein bisschen Chaos beim Zähneputzen und Schlafsack finden, liegen dann schließlich alle eingekuschelt auf ihren Isomatten. Ein paar Mal muss noch Ermahnt werden, dann kehrt endlich Ruhe ein. Bei Feuerknistern und leisen Gitarrenklängen lässt es sich schließlich gut einschlafen.

24. März, 8 Uhr:

Nach einer doch recht unruhigen Nacht, wird heute ein wenig lauter geweckt. Mit viel Gezeter versammeln sich schließlich alle unten an den Tischen. Jeder hat Hunger und so schmeckt das Frühstück dann richtig gut.
Als alle fertig sind, wird wieder sofort rausgerannt. Der eigentliche Plan, unsere Stühle zu bauen, wird schnell über den Haufen geworfen. Keiner hat Lust. Letztendlich bauen wir vier Leiter mit zwei Kindern -und dennoch einer Menge Spaß- unsere eigenen Stühle, während die restlichen Kinder auf Exkursionen und Wanderungen rund um die Hütte sind.

14 Uhr:

So langsam trudeln alle wieder in der Hütte ein, denn der Magen meldet sich. Spagetti Bolognese wird aufgetischt und hungrig verschlungen. Wir haben die Hoffnung, dass nach dem Essen vielleicht doch noch ein paar Kinder Lust auf das Stuhlbauen bekommen, doch die wird auch wieder zunichte gemacht.
Schneller als wir gucken können sind die Kinder schon wieder im Wald rund um die Hütte verstreut und wir bauen weiter. Doch die Stimmung ist nicht mehr so gelöst wie am Vormittag. Unter drei Kindern macht sich langsam Nervosität breit. Die Aufnahme steht bevor. Doch waren auch alle brav genug?

19 Uhr:

Und wieder mal ist es Zeit zum Essen. Diesmal gibt es Burger. Alle sind begeistert. Freudig wird belegt und gegessen. Beim Essen wird viel gelacht und erzählt. Hier und da hört man, wie leise ein Pfadfinderversprechen geübt wird. Nach dem Essen wird draußen schon mal das Feuer angezündet und drinnen der Chai zubereitet. Alle werfen sich in Kluft und Halstuch und versammeln sich rund um die Feuerschale. Stille tritt ein und die Aufnahme beginnt. Fehlerfrei tragen die drei ihre Versprechen vor und werden in den Kreis der Pfadfinder aufgenommen.
Glücklich sitzen wir danach mit unserem heißen Chai am Feuer und singen nochmal ein paar Lieder.

22 Uhr:

Bettruhe ist angesagt. Heute geht das alles wesentlich schneller. Alle sind erschöpft vom Tag und fallen geradezu in ihre Betten.
Während Stille in der Hütte eintritt, treibt ein kleiner Hase rund um die Hütte sein Unwesen…

25. März, 7:30 Uhr:

Die Aufregung ist groß! Beim Pinkeln wurde doch tatsächlich ein Osterei entdeckt. Es bleibt kaum Zeit sich richtig anzuziehen. Schon schlüpfen alle in ihre Schuhe und Winterjacken und stürmen zum Suchen nach draußen.

8:30 Uhr:

Jeder hat vier Eier gefunden! Und das obwohl der Osterhase teilweise schon echt gemein war! Glücklich und fast schon satt von den Schokoeiern geht es ans Frühstück. Die Stimmung ist gedrückt, denn keiner hat Lust, in ein paar Stunden wieder nach Hause zu fahren. Während die sechs Stühle noch fertig gebaut werden, geht es ans Hütte putzen und Aufräumen. Eine blöde Arbeit.

14 Uhr:

Die Hütte ist blitzblank und Alles ist sorgfältig in den Autos verstaut. Es gibt noch ein Gruppenfoto, einen Abschlusskreis und ein letztes Lied und dann geht’s los. Die Füße der Kinder werden sorgfältig in Tüten verpackt, damit nicht alles schlammig wird und wir treten unsere Heimreise an.

15:30 Uhr:

Erschöpft aber glücklich kommen wir in Mering an. Die Kinder werden wieder ihren Eltern übergeben und alle ziehen ihres Weges.

Alles in allem war es ein super schönes Wochenende! Wir hatten eine Menge Spaß und freuen uns, dass wir zu einer so tollen Gruppe zusammengewachsen sind.